Ich hab's getan. So funktioniert die I-Did-It-Liste.

30.11.2015

 „Heut hab ich mal wieder nichts geschafft“. Diesen Gedanken kennst Du sicher auch.

Abends gehe ich meine To-Do-Listen durch und irgendwie kann ich nichts wirklich abhaken. Gut, mit dem ein oder anderen Punkt habe ich zumindest angefangen, aber wirklich fertig bin ich nicht geworden. Mir juckt es in den Fingern: ich will wenigesten einen Punkt durchstreichen. Aber da steht es nun schwarz auf weiß: "Heute hab ich nichts geschafft." 

 

Gerade im Leben mit Kindern ist es tückisch zu planen und überhaupt To-Do-Listen zu haben. Es kommt ja doch immer wieder etwas dazwischen, keine Sache kann man ungestört von Anfang bis Ende abarbeiten und so fange ich vieles an, komme aber nicht dazu, es auch bis zu Ende zu bringen. Da muss schnell noch die Brücke der Holzeisenbahn wieder aufgestellt werden, ein selbstgemaltes Bild bewundert werden oder die Kleine will mir nocheinmal ihr neues Lieblingslied vorsingen.

 

Eine häufige Variante von "Heute hab ich nichts geschafft" ist auch die abends gestellte Frage "Was hab ich heut eigentlich gemacht?". Laut der To-Do-Liste ja nichts. Jedenfalls nichts produktives, messbares, wertvolles. Was für ein deprimierender Gedanke.

 

Aber mit deprimierenden Gedanken will ich nicht ins Bett gehen. Jetzt braucht es etwas, dass hilft die Perspektive zu ändern und wertschätzend mit sich selbst umzugehen. Darum bin ich - als bekennder Listenfan - auch ein Freund der so genannten "I-Did-It"-Liste. Denn die ist wirklich Balsam für die Seele. 

 

Und so geht's: 

  1. Wieder mal ein "heut hab ich ja nichts geschafft"-Tag? Dann lass Deine To-Do-Liste eine To-Do-Liste sein und schreib Dir einfach eine neue Liste, die "I-Did-It"-Liste.

  2. Gehe kurz in Dich und lasse den Tag revü passieren. Womit hast Du Dich heute beschäftigt, was hast Du alles getan - fernab von Deiner ursprünglichen Planung? Ein aufgeschlagenes Knie versorgt und dicke Krokodilstränen getrocknet? Ein spontanes Geburtstagsgeschenk für die Frau vom Chef besorgt, drei Maschinen wäsche gewaschen und aufgehängt? 2 Ladungen Geschirr aus der Geschirrspüle verräumt? Mit dem fiebrigen Kind beim Kinderarzt gewesen?

  3. So bekommst Du einen Überblick, wo heute Deine Zeit hingegangen ist. Du siehst, welche dringenden Aufgaben die geplanten verdrängt haben und wie gut Du umdisponieren kannst. Und Dir wird klar, dass Du ja doch so einiges geschafft hast, obwohl du vielleicht von den ursprünglich geplanten to-Dos heute keines abhaken kannst.

  4. Zieh vor Dir selbst den Hut: Wow, was Du heute alles geschafft hast.

 

Und morgen kriegt die alte To-Do-Liste dann eine neue Chance. 

 

Foto: wix.com

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